MBW 3/2023
Das Titelbild der aktuellen MBW zeigt Schloss Wiesberg mit der Trisannabrück im N-Maßstab – eines der Highlights auf der neuen Messe in Tulln, die wir für Sie besucht haben. Ein vielleicht weniger auffälliges Highlight in der MBW sind die Bahngeschichten, erzählt von Josef Kober, der in den 1950er-Jahren zum Fahrdienstleiter der ÖBB ausgebildet wurde und als Betriebskontrollor in Wörgl in Pension ging. In den „Bahngeschichten“ lässt er die ÖBB von anno Dazumalen wieder auferstehen. Kaum ein Eisenbahnfreund etwa weiß heute noch, welche Aufgabe ein „Dirigent“ bei den ÖBB hatte – ohne ihm lief im Güterverkehr gar nichts. Im kleinen Maßstab gibt es den Dirigenten heute noch bei Fremo-Treffen, das wieder ist aber eine andere Geschichte.
Eine andere Geschichte ist auch die des Bahnhofs von Ehrwald im Außerfern, dessen Chronik wir in dieser MBW vorstellen. Ein kleiner Bahnhof – ganz groß auf einer ÖBB-Strecke, auf der sich Österreich und Deutschland den Verkehr teilen. Für die Personenbeförderung ist die Deutsche Bahn zuständig, für Güterzüge die ÖBB. Und für den Modellbahner ist Ehrwald bis zur Epoche 5 doppelt interessant. Erlauben doch die bescheidenen Gleislängen einen maßstäblichen Nachbau und auf der ebenfalls bescheidenen Gleisanlage lassen sich vielfältige Aufgaben, sowohl im Personen, wie im Güterverkehr nachstellen. Ganz zu schweigen vom Fahrzeugeinsatz: Von der Rheingoldlok bis zum VT 11 oder dem „Gläsernen Zug“, vom 5047 und 4030 zum modernen Taurus.
Vorbildlich, obwohl sie kein konkretes Vorbild hat, ist die Modellbahnanlage, die drei Bludenzer Eisenbahn in Lorüns aufbauen. Vorbildlich, weil die drei Eisenbahnern die betrieblichen Maßgaben kennen, die beim Vorbild bei der Planung von Bahnanlagen berücksichtigt werden müssen.
Natürlich gibt es auch in dieser Ausgabe die aktuellen Neuheiten im „Neuheiten ABC“, Termine für Freunde der kleinen und großen Eisenbahn, Vorbildberichte und einiges mehr.